1/5 Sklaven für den Orient [Islam, Koran, Muslim, Moslem, Scharia, Mohammed] Arte Doku

  • Die Geschichte der Sklaverei und der Verschiffung von Sklaven aus Schwarzafrika nach Amerika sind Gegenstand zahlreicher Studien.
    Aber auch heute gibt es weiterhin organisierte Formen der Sklaven- haltung und des Menschenhandels.
    Es ist kaum zu glauben, aber weil sie die ganze, ungekürzte und umfassende Geschichte der Sklaverei aufrollen und erzählen wollten, wurden französische Historiker vor kurzem an den Pranger gestellt. Doch die Fakten lassen sich nicht einfach von der Hand weisen und wegdiskutieren.
    Tatsächlich war der innerafrikanische Handel mit Menschen mindestens ebenso verbreitet wie der von den Europäern organisierte Sklavenhandel von Afrika in überseeische Kolonien.
    Teil 1: Die letzten Sklaven
    Dokumentation von Sophie Jeaneau und Anna Kwak
    ARTE France, Frankreich 2008, 45 Min.
    Die Islamische Republik Mauretanien, im August 2007: Der neue Präsident der Republik, Sidi Mohamed Ould Cheikh Abdallahi, verabschiedet ein Gesetz, das Sklaverei unter Strafe stellt. Bereits zum vierten Mal wird in Mauretanien offiziell die Haltung von Sklaven "abgeschafft". Daraus lässt sich im Umkehrschluss folgern, dass die Sklaverei in diesem Land der Sahelzone zwischen Maghreb und Schwarzafrika bis vor knapp einem Jahr noch toleriert wurde.
    In Mauretanien gehört die Sklaverei zum System. Eine Jahrtausende alte Tradition will, dass jeder Mensch hier als "Herr" oder "Sklave" zur Welt kommt. Weder Gesetz noch Staat konnten diesen Brauch bisher unterbinden. Die Sklaven gehören zu Haus und Gut ihres Herrn. Sie erledigen die niedrigen Arbeiten, während ihre «Herren» Schöngeister, Geschäftsleute, Beamte und Intellektuelle sind.
    Auf diesem althergebrachten System baut die gesamte mauretanische Gesellschaft auf, sowohl in der "maurischen", Arabisch sprechenden als auch in der schwarzafrikanischen Gemeinschaft. Um einen Aufstand der Sklaven zu vermeiden, werden diese von ihren Sklavenhaltern mit religiösen Argumenten eingeschüchtert: Wer fliehe, komme in die Hölle.
    Biram, Boubacar, Aminetou, Mohammed Lémine und Messaoud stammen aus beiden Lagern, Sklaven und «Herren». Sie haben jetzt den Mut aufgebracht, sich dem System zu verweigern. Ihr Ziel besteht darin, das Land von der Geißel der Sklaverei zu befreien. Auf ihnen ruht die Hoffnung, dass in Mauretanien die Sklaverei bald tatsächlich der Vergangenheit angehört.

    Category : Dokumentationen

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