Ibiza-Affäre: Heinz-Christian Strache wirft Sebastian Kurz Wortbruch vor

  • Der ehemalige Vorsitzende der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), Heinz-Christian Strache, warf dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz vor, sein Wort gebrochen zu haben, dass die österreichische Koalitionsregierung nach der Ibiza-Affäre weiterhin gemeinsam regieren würde. Das sagte er in einem Exklusivinterview mit RT Deutsch am 6. August in Wien, seinem ersten seit dem Sturz der österreichischen Regierung.
    Der ehemalige Vizekanzler Strache warf Kurz vor, sein Wort gebrochen zu haben, dass die Koalition der FPÖ mit der Volkspartei (ÖVP) im Falle seines Rücktritts bestehen bleiben würde.
    "Die Realität ist, dass mir von der Seite des Kanzlers das Versprechen gegeben wurde – und ich habe es erlebt –, dass, wenn ich zurücktrete, diese gut funktionierende Regierung einige Zeit bestehen würde", sagte Strache.
    Nachdem Strache von beiden Posten zurückgetreten war, entließ Kurz dann den FPÖ-Innenminister Herbert Kickl, nachdem dieser sich geweigert hatte, zurückzutreten. Die übrigen FPÖ-Minister traten dann solidarisch zurück, wie sie es zuvor angedroht hatten.
    "Er sagte am Telefon, dass sich die Dinge jetzt geändert haben, und er bat auch Innenminister Herbert Kickl, zurückzutreten", so Strache.
    "Wäre der Minister nicht zurückgetreten, wäre es für Kurz Grund genug gewesen, der Regierung einseitig ein Ende zu setzen", fügte Strache hinzu.
    "Das zeigt deutlich, dass es hier eine Entwicklung gab, in der man sicherlich sehen kann, dass man den Eindruck hat, dass jemand versucht hat, dieses Video strategisch zu nutzen", sagte er.
    Nach dem Zusammenbruch der Koalitionsregierung verlor Kurz ein von der Opposition gefordertes Misstrauensvotum im Parlament, wodurch die Regierung aufgelöst wurde.
    Der Sturz der Regierung erfolgte nach der Veröffentlichung eines Videos in den deutschen Medien, das zeigt, wie Strache und sein FPÖ-Kollege Johann Gudenus auf Ibiza mit der vermeintlichen Nichte eines russischen Oligarchen zusammentreffen und sie ermutigen, Österreichs größte Zeitung zu kaufen, und ihr Zugang zu Regierungsprojekten im Austausch für eine wohlwollende Wahlkampfberichterstattung anbieten.
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