Berlin: Erdoğan badet in Fanmenge am Potsdamer Platz

  • Vor dem Ritz-Carlton Hotel am Potsdamer Platz hatten sich gestern anlässlich des Besuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan Hunderte seiner Anhänger versammelt. Als dieser am Hotel eintraf und draußen kurz anhielt, stürmte eine Gruppe von Erdoğanfans zu ihm und feierte ihn mit Sprechchören.
    Erdoğan Unterstützer waren mit türkischen Flaggen und Porträts des türkischen Führers zu sehen, der vor dem Betreten des Veranstaltungsortes anhielt, um die Fanmenge persönlich zu begrüßen. Viele von ihnen hatten türkische Flaggen dabei, beziehungsweise Ostturkestan-Flaggen, um Solidarität mit separatistischen, muslimischen Uiguren zu zeigen.
    Erdoğan ist gestern nach Berlin gekommen, um an der internationalen Friedenskonferenz für Libyen teilzunehmen. Zuvor hatte sich der türkische Präsident noch mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin in dem Hotel getroffen und bilaterale Gespräche geführt. An der hochrangigen Konferenz am Sonntag, die von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgerichtet wurde, nahmen der Kommandeur der Libyschen Nationalarmee (LNA), Chalifa Haftar, der von der UNO unterstützte Ministerpräsident der libyschen Übergangsregierung, Fayiz as-Sarradsch, sowie führende Persönlichkeiten und Vertreter aus verschiedenen Ländern. So kamen etwa aus den USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich, alle fünf sind permanente Mitglieder des Sicherheitsrats, hochrangige Vertreter sowie aus Italien, Ägypten und Algerien. Außerdem nahmen Vertreter der Vereinten Nationen – darunter UN-Generalsekretär Antonio Guterres – der EU-Kommission, des Europäischen Rats, der Afrikanischen Union und der Arabischen Liga teil.
    Gestern Abend, nach der Konferenz unter Führung der Vereinten Nationen, erklärte Bundeskanzlerin bei einer abschließenden Pressekonferenz:
    Wir haben uns unter den anwesenden Parteien auf einen umfassenden Plan, wie es weitergeht, geeinigt.
    Die Teilnehmer der Berliner Libyen-Konferenz haben sich verpflichtet, das UN-Waffenembargo einzuhalten und keine libysche Konfliktpartei mehr mit Kämpfern oder Waffen zu versorgen.
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